
Die deutsche Wirtschaft bewegt sich 2026 in einem moderat positiven, aber weiterhin eher verhaltenen Umfeld. Nach mehreren Jahren mit schwachem Wachstum oder sogar Stagnation zeigt sich im kommenden Jahr eine leichte Belebung – getragen von staatlichen Investitionen, Binnennachfrage und einer stabileren Inflation. Gleichzeitig bestehen Unsicherheiten durch globale Handelskonflikte, strukturelle Herausforderungen und schwache Auslandsnachfrage.
Hier ein strukturierter Überblick zu den wichtigsten wirtschaftlichen Trends und Prognosen:
Wachstumsprognose für 2026
Moderat positives Wachstum erwartet
- Laut verschiedenen Forschungs- und Wirtschafts-Instituten soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2026 nach Jahren schwacher Entwicklung wieder leicht steigen.
- Die Bundesbank und andere Prognosen sehen 2026 ein Wachstum des realen BIP von rund 1,0 % bis 1,2 %, nachdem 2025 nur sehr geringes Wachstum oder Stagnation verzeichnet wurde. (BMWK)
- Auch die OECD prognostiziert ein Wachstum von etwa 1,0 % für 2026, unterstützt durch steigende private Nachfrage und niedrige Inflation. (OECD)
- Einige Institute – z. B. das ifo-Institut – sehen etwas geringere Wachstumsraten von rund 0,8 % als realistische Erwartung, wenn strukturelle Probleme anhalten. (ifo Institut)
- KfW Research ist etwas optimistischer und rechnet mit ca. 1,5 % Wachstum, wenn staatliche Investitionen ihre Wirkung entfalten. (KfW)
Insgesamt wird ein leichtes, aber niedriges Wachstum erwartet – deutlich schwächer als in früheren Jahrzehnten, aber eine Verbesserung gegenüber der fast stagnierenden Phase 2024–2025.
Treiber der Prognose 2026
Staatliche Investitionen & Konsum
- Öffentliche Ausgaben, v. a. für Infrastruktur, Digitalisierung und Verteidigung, sollen das Wachstum stützen.
- Privater Konsum profitiert von stabileren Reallöhnen und moderater Inflation. (Bundesbank)
Binnennachfrage
- Deutschland wandelt sich langsam von einem rein exportgetriebenen zu einem konsum- und investitionsgestützten Wachstum. (Reuters)
Globale Einflüsse
- Exportwirtschaft bleibt eine Herausforderung: Handelsunsicherheiten, Zollpolitiken und schwache Nachfrage aus wichtigen Partnerländern hemmen das Wachstum. (Economy and Finance)
Risiken und strukturelle Herausforderungen
Schwache Exporte
- Trotz vorsichtiger Erholung dürfte der Außenhandel 2026 weiterhin ein begrenzender Faktor sein, da globale Unsicherheiten anhalten. (Economy and Finance)
Unternehmen & Wettbewerbsfähigkeit
- Bürokratische Hürden, hoher Kostendruck und Strukturwandel bremsen viele Firmen; das ifo-Institut warnt vor anhaltender Schwäche. (ifo Institut)
Arbeitsmarkt
- Die Beschäftigungslage bleibt relativ stabil, aber der Arbeitsmarkt wird voraussichtlich langsam reagieren – mit nur leichten Verbesserungen. (Economy and Finance)
Inflation & Preise 2026
- Die Inflation wird 2026 moderat erwartet – meist im Bereich von etwa 1,8 % bis 2,2 %, niedriger als in den starken Inflationsjahren der Vorperiode. (KPMG)
- Diese Entwicklung verbessert die reale Kaufkraft der Haushalte leicht und unterstützt die Binnenkonjunktur.
Internationale Beziehungen & Handel
- 2025/2026 hat China die USA als Deutschlands größten Handelspartner abgelöst, was die Bedeutung regionaler Handelsbeziehungen und globaler Lieferketten unterstreicht. (Die Presse)
Fazit – Deutschland 2026: Wachstum mit Vorsicht
- Wirtschaftswachstum: Deutschland dürfte 2026 aus einer langen Flaute herauskommen und solide, wenn auch unspektakulär wachsen (ca. 0,8 % – 1,5 %). (Bundesbank)
- Inländische Nachfrage: Staatliche Investitionen und Konsum treiben die Erholung eher als Exporte. (OECD)
- Risiken: Exporte, Unternehmensklima und globale Unsicherheiten bleiben Herausforderungen. (ifo Institut)
Deutschland befindet sich 2026 auf einem langsameren, aber spürbaren Erholungspfad, der ein vorsichtiges, nachhaltiges Wachstum verspricht – allerdings ohne starken konjunkturellen „Aufschwung“.
Weiterführende Quellen & Prognose-Berichte
Bundesbank: Deutschland-Prognose 2026 – Wachstums- und Inflationsdaten: https://www.bundesbank.de/en/press/press-releases/bundesbank-s-forecast-for-germany-economy-will-gradually-recover-965032 (Bundesbank)
ifo Konjunkturprognose 2026 – Wachstumserwartungen für BIP 2026/2027: https://www.ifo.de/prognosen/ifo-konjunkturprognose (ifo Institut)
OECD Wirtschaftsausblick – Germany – Projektionen zu BIP und Beschäftigung: https://www.oecd.org/en/topics/sub-issues/economic-surveys/germany-economic-snapshot.html (OECD)
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